Sonntag, 26. März 2017

Wer ich bin

Unsplash.com // Ameen Fahmy

Wer ich bin?

Sie lacht.

Ich bin die Sonne und der Mond. Ich bin das Feuer und das Wasser.
Die Freude, die dein Innerstes mit einer wohligen Wärme erfüllt.

Sie erfreut sich an meiner Verwirrung und fährt fort.

Der Hass, der deine Seele zerfrisst und sich in deinem Herzen einnistet.
Die Fesseln, welche deine tiefsten Geheimnisse binden und die Schlüssel, die Türen zu neuen Gedanken öffnen.
Ich lebte schon lange vor deiner Geburt und werde auch dann noch leben, wenn du längst zu Staub zerfallen bist. Ich überdauere die meisten Menschen, weißt du?

Ein verschmitzter Ausdruck tritt auf ihr Gesicht und sie tippt mir auf die Brust.

Ich möchte dich nicht verletzen. Ich möchte dir nur zeigen, dass du verletzbar bist. Wir alle sind verletzbar. Sei es durch Klingen oder durch Worte. Die dich bis ins Mark treffen und dich zweifeln lassen.

Sie tritt einen Schritt zurück, die Straßenlampe über uns flackert.

Lass nicht zu, dass sie dich verletzen. Sei stark.

Damit dreht sie sich um und wird von den Schatten verschluckt. Und als ich nach unten schaue, befindet sich zu meinen Füßen eine Pfütze, darin mein eigenes Spiegelbild, das ich so lange nicht mehr wahrnehmen konnte.

Sonntag, 19. März 2017

"Die Feuerkämpferin - Im Land der Elfen" von Licia Troisi




Die Feuerkämpferin – Im Land der Elfen
Licia Troisi
HEYNE, 2013
498 Seiten


Die Feuerkämpferin – Im Land der Elfen ist der dritte Band einer Trilogie. Spoiler sind enthalten. Hier kommt ihr zur Rezension des ersten Bandes.






"Die Aufgetauchte Welt wird von den Elfen überrannt, niemand kann gegen sie vorgehen. Adhara ist auf der Suche nach Amhal, als sie von den Elfen gefangen genommen wird. In der Elfenkämpferin Shyra findet sie eine Verbündete und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Eremiten Meriph, der ihr offenbaren soll, wie der Elfenkönig besiegt werden soll."

Sonntag, 12. März 2017

Von Abschieden und Anfängen

Unsplash.com // Justin Roy


Ich sitze hier und starre auf die Unterlagen in meiner Hand. Immatrikulation. Am Montag werde ich die Hochschule betreten und sie hoffentlich erst wieder verlassen, wenn ich meinen Bachelor habe. Ich habe zwölf Jahre Schulzeit hinter mir, da sollten drei Jahre Uni ein Klacks sein. Ich habe so viel durchgestanden, gute Noten geschrieben, schlechte Noten geschrieben. Freunde gefunden.
Aber weißt du was? Ich habe trotzdem Angst. Ich bin nervös. So unglaublich nervös, weil ich nicht weiß, was mich erwartet.
Es ist erst ein Jahr her, dass ich mich von der Schule verabschiedet habe. Erst einige Monate, dass ich Irland hinter mir gelassen habe. Einige Wochen, die seit meinem Praktikum vergangen sind. Ich weiß nicht, ob ich schon bereit bin, mich auf etwas Neues einzulassen. Es ist eigentlich paradox – ich habe mir während der Schulzeit so oft gewünscht, endlich etwas zu machen, was meinen Interessen entspricht. Etwas zu machen, das mir Spaß macht. Und all das verspricht mein Studiengang. Und doch … Ich starre in die Leere vor mir, weiß nichts mit mir anzufangen.
Vielleicht ist es ganz gut, dass ich ins kalte Wasser geworfen werde. Dass ich nicht weiß, was mich erwartet. Aber der Abschied fällt mir schwer. Ein Lebensabschnitt, der zwölf Jahre meines Lebens umfasst hat, ist vorbei. Einfach so. Ich bin gerne zur Schule gegangen, trotz allem. Auch, wenn es nicht immer einfach war. Ich war gerne in Irland. Ich habe das Land lieben gelernt und obwohl nicht alles so gelaufen ist, wie ich es mir vorgestellt habe, bin ich an den Erlebnissen gewachsen. Und dann das Praktikum. Ich habe es geliebt. Bin gerne aufgestanden, zur Arbeit gefahren und war erst wieder Zuhause, als es schon dunkel geworden ist. Ich hätte noch länger dort arbeiten können – aber es war nur ein Praktikum. Keine feste Anstellung. Ich habe nur mein Abitur, keine Ausbildung, kein Studium. Und deswegen musste ich loslassen, Abschied nehmen, so schwer es mir auch gefallen ist.
Während ich das hier schreibe, merke ich, dass ich mich doch freue. Die Vorfreude war so sehr unter der Angst verborgen, dass ich sie nicht wahrgenommen habe. Ich freue mich auf die Hochschule, auf die neuen Leute, die ich kennenlernen werde, auf die Erfahrungen, die ich machen kann. Es ist etwas gänzlich neues, ein neuer Anfang. Ein Anfang, der mir ein wenig Angst bereitet. Aber ich weiß, dass es ein guter Anfang ist.

Sonntag, 5. März 2017

"Die Feuerkämpferin - Tochter des Blutes" von Licia Troisi






Die Feuerkämpferin – Tochter des Blutes
Licia Troisi
HEYNE, 2012
407 Seiten

Kaufen?!

Die Feuerkämpferin – Tochter des Blutes ist der zweite Band einer Trilogie. Spoiler sind enthalten. Hier kommt ihr zur Rezension des ersten Bandes.






"Die Bedrohung durch die Elfen nimmt weiter zu– die Zukunft der Aufgetauchten Welt scheint verloren. Nur Adhara, die Feuerkämpferin, kann sie retten, doch sie ist von einer seltsamen Krankheit befallen, welche ihren gesamten Arm befallen hat und sie kampfunfähig macht. Nur Adrass, der Priester, mit dem alles begonnen hat, kann sie heilen. Dazu benötigt er einen verbotenen Zauber, der sich in einer geheimen Bibliothek befindet. Eine gefährliche Suche beginnt."