Sonntag, 19. März 2017

"Die Feuerkämpferin - Im Land der Elfen" von Licia Troisi




Die Feuerkämpferin – Im Land der Elfen
Licia Troisi
HEYNE, 2013
498 Seiten


Die Feuerkämpferin – Im Land der Elfen ist der dritte Band einer Trilogie. Spoiler sind enthalten. Hier kommt ihr zur Rezension des ersten Bandes.






"Die Aufgetauchte Welt wird von den Elfen überrannt, niemand kann gegen sie vorgehen. Adhara ist auf der Suche nach Amhal, als sie von den Elfen gefangen genommen wird. In der Elfenkämpferin Shyra findet sie eine Verbündete und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Eremiten Meriph, der ihr offenbaren soll, wie der Elfenkönig besiegt werden soll."

Zunächst einmal etwas, das eigentlich nichts mit der Handlung an sich zu tun hat, ich aber trotzdem erwähnen möchte: Das Korrektorat. Ich habe keine Ahnung, wie hier geschlampt werden konnte, aber es gibt unverhältnismäßig oft Fehler, nicht nur in der Rechtschreibung oder bei Wortwiederholungen, sondern auch in dem Maße, dass ganze Sätze keinen Sinn ergeben. Das hat irgendwann sehr gestört und ist sehr schade, da es den Lesefluss hemmt.
Jetzt aber zum eigentlichen Roman: Der Hauptkonflikt ist noch immer derselbe, die Seuche breitet sich aus, Amhal und San haben sich mit den Elfen verbündet und nehmen nach und nach die gesamte Aufgetauchte Welt ein. Und Adhara weiß nicht, wie sie die beiden aufhalten soll. Deswegen zieht sich der Anfang ziemlich, da sie nicht wirklich vorankommen. Der Konflikt weitet sich allerdings immer weiter aus und immer mehr Informationen vor allem über die Elfen kommen ans Licht und der Ursprung der Seuche wird geklärt. Ich bin begeistert, woher die Seuche im Endeffekt kommt und wie sie zu besiegen kann. Ganz nach Licia-Troisi-Manier ist es eine dunkle Geschichte, voller Trauer und Verzweiflung. Im dritten Band der Feuerkämpferin gibt es unglaublich viele Verknüpfungen zu den anderen Bänden, auch, was Kleinigkeiten angeht. Das ist wahnsinnig interessant, denn die Verknüpfungen sind meist subtil, sodass sie sich der Leser selbst zusammenreinen muss. Auch Trilogie-übergreifend werden Verknüpfungen hergestellt, was mir sehr gefallen hat.
Dass alles mit einem Preis kommt, ist das eigentliche Hauptthema dieses Bandes. Sowohl Amhal, als auch Adhara müssen dies einsehen und das sorgt für einige sehr interessante und auch traurige Szenen.

Die Feuerkämpferin – Im Land der Elfen überzeugt mit den vielen Hintergrundgeschichten, die jetzt zur Sprache kommen. So wird zum Beispiel aufgelöst, wie San zu Kryss kam, wieso er an ihn gebunden ist und was das seltsame Versprechen bedeutet, das Kryss ihm gegeben hat. Der Plot ist durchgängig spannend, allerdings kommt es zu ähnlichen Handlungssträngen wie in den Trilogien zuvor, z.B. die Suche nach einem Artefakt. Das ist ein wenig schade, stört aber nicht allzu sehr.
Die Auflösung ist fast schon ein bisschen kurz und vor allem zu schnell, aber das passt zu Licia Troisis Schreibstil. Die Art der Auflösung war unglaublich und nicht vorhersehbar. Es ist kein typisches Happy-End, sondern so facettenreich, dass es mir lange in Erinnerung bleiben wird.

Die Charaktere sind wie gewohnt sehr tiefgründig dargestellt und gut ausgearbeitet. Auch die mehreren Handlungsstränge sind in diesem Band extrem wichtig, da überall etwas passiert. Adhara entwickelt sich wenig, allerdings hat sich ihre Motivation geändert: Sie möchte Amhal von dem Artefakt befreien, das ihm seine Gefühle raubt. Meiner Meinung nach war Adharas Perspektive – bis auf ein paar Ausnahmen – die uninteressanteste. Amhal macht eine starke Entwicklung durch, er versucht, sich dem Einfluss des Artefaktes zu entziehen und beginnt zu hinterfragen, wieso er diese grausamen Dinge tut. Amina bekommt viel mehr Raum und verändert sich stark, erinnert mich ein wenig an die junge Dubhe. Auch der Epilog ist aus ihrer Sicht erzählt.
Der Elfenkönig Kryss wird näher beleuchtet und vor allem das Verhältnis zwischen San und ihm ist sehr interessant – mehr kann ich dazu nicht sagen, da ich nichts vorweg nehmen will.
Die Feuerkämpferin – Im Land der Elfen überzeugt durch eine spannende Handlung und ein tolles Ende der Trilogie. Die Wandlung der Charaktere ist nachvollziehbar und vor allem Amina entwickelt sich sehr weiter, was ich sehr begrüße. Ein toller Abschluss der Trilogie.

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